Seit fast 60 Jahren züchten wir erfolgreich Hannoveraner und für Western-Fans seit fast 20 Jahren Quarter Horses.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich einen Moment Zeit nehmen und einen kleinen Einblick unserer Zuchtstuten und deren Nachkommen in der Bildergalerie gewinnen.
Hannoveraner
Der Hannoveraner ist die zahlenmäßig stärkste europäische Warmblutzucht. In den vergangenen Jahrzehnten zählte der hannoversche Zuchtverband dank der durch die World Breeding Association for Sport Horses (WBFSH) registrierten und analysierten Sporterfolge seiner Vertreter zu den erfolgreichsten Reitpferdezuchten in den Disziplinen Springen und Dressur.
Die Hannoveraner werden meist im Dressur-, Military- und auch Springsport eingesetzt, wo sie dann auch ziemlich erfolgreich sind.
Exterieur
Der Hannoveraner ist ein typisches modernes Sportpferd im Rechteckformat (länger als hoch). Das Zuchtziel wird sehr vage mit ein für alle Zwecke geeignetes, edles, korrektes, großrahmiges Warmblutpferd mit gutem Temperament und Charakter beschrieben. Auch bedingt durch diese weit gefasste Definition existiert eine Bandbreite von unterschiedlichen Typen, die vom harten, blutgeprägten Pferd bis zum sogenannten Kommandeurspferd (besonders großrahmiger, stämmiger Typ) reichen.
Größe: zwischen 156cm und 175cm, Farbe: alle einfarbigen möglich, Kopf: nicht zu groß, trocken, ausdrucksvoll mit großem, lebhaften Auge und ausgeprägten Backenknochen, Hals: lang, edel, gut aufgesetzt, Schultern: groß und schräg, ausgeprägter Widerrist, Gebäude: kräftig und tief, Hinterhand: stark bemuskelt, mit gut aufgesetztem Schweif Gliedmaßen: bemuskelt; große, ausgeprägte Gelenke und harte Hufe, Aktion: elastisch und energisch, mit raumgreifenden Schritten, die aus der Schulter und den Gelenken kommen. Keine hohe Knieaktion.
Interieur
Der Hannoveraner zeichnet sich durch ein exzellentes Gangwerk aus, das ihn für den großen Sport prädestiniert. Er ist sowohl in der Dressur als auch im Springsport auf höchstem Niveau einsetzbar und gilt als gelehrig, aufmerksam, ausgeglichen, aber auch temperamentvoll.
Zuchtgeschichte
Die Hannoveranerzucht lässt sich zurückverfolgen bis ins 15. Jahrhundert. Damals wurden vor allem Pferde aus Spanien zur Zucht herangezogen. Die Grundlage für die heutige Zucht stellt die Gründung des Landgestüts Celle am 27. Juli 1735 mit Einführung seines Zuchtbuches dar. Kennzeichnend war und ist für die Hannoveranerzucht die vorrangige Haltung von Zuchtstuten bei bäuerlichen Züchtern, unterstützt durch das Landgestüt und dessen Deckstationen. Bis in die frühe Nachkriegszeit war noch ein in allen Belangen der Landwirtschaft einsetzbarer Pferdetyp Schwerpunkt der Zucht, heute gerne als schweres Warmblut bezeichnet. Nach der weitgehenden Mechanisierung der Landwirtschaft wurde die Zucht auf den neuen Sporttyp umgestellt, vor allem durch Einsatz von Vollblütern und Trakehnern als Veredler. Die Hannoveranerzucht war damit Trendsetter für die übrige deutsche Warmblutzucht.
American Quarter Horse
Das American Quarter Horse (auch Quarter Horse) ist mit über 4,6 Millionen registrierten Pferden die zahlenmäßig größte Pferderasse der Welt.
Exterieur
Kurzer edler Keilkopf mit kleinem Maul, kleinen beweglichen Ohren und großen Augen, ausgeprägte Ganaschen- und Stirnmuskeln, breite Stirn; mittellanger Hals mit kurzer Oberlinie und langer Unterlinie, leicht im Genick mit ausreichender Ganaschenfreiheit, im Rechteckformat stehend mit guter Sattellage; ausgeprägte schräge Schulter, gut ausgeprägter Widerrist, mittellanger Rücken mit kräftiger Lendenpartie, lange, schräge, gut bemuskelte Kruppe mit tief angesetztem Schweif, viel Gurttiefe, kräftige Brust mit guter Bemuskelung; Fundament korrekt und zum Pferd passend, kurze Röhrbeine, ausgeprägte Gelenke, harte mittelgroße Hufe, gut bemuskelter Unterarm und Schenkel.
Interieur
Intelligentes, sehr freundliches Wesen, sensibel, aber überaus nervenstark, leicht trainierbar, lernfähig und muskulös.
Aktuell werden zwei verschiedene Typen der Quarter Horse gezüchtet. Der eine Typ immer noch kompakt und flexibel. Dieses Pferd wird für Reining und Cutting Disziplinen eingesetzt. Der zweite Typ ist groß, schmal und lang. Geeignet für Pleasure,Horsemanship und Hunter Disziplinen.
Fellfarben der Pferde
Alle Farben kommen vor, seit 2004 können auch cremello geborene Quarter Horses bei der American Quarter Horse Association registriert werden, vorausgesetzt beide Elternteile sind registrierte Quarter Horses, nachgewiesen durch eine [Genotyp]isierung beider Eltern und des Fohlens. Ist ein Elternteil ein Paint Horse, so kann das Fohlen nur bei der American Paint Horse Association als Paint Horse registriert werden. Ausgedehnte Abzeichen gelten jedoch nach wie vor als unerwünscht und nicht charakteristisch für die Rasse.
Besonders typisch ist die Fellzeichnung "Buckskin". Der Begriff kommt aus dem amerikanischen und bedeutet soviel wie "Falbe". Diese Bezeichnung hat sich in der Zucht des Quarter Horses etabliert. Auf den ersten Blick sind diese Pferde schlicht sandfarbend. Sie weisen jedoch eine Menge unterschiedlicher Schattierungen und Abzeichen auf. Die Farbvarianten reichen von gelb oder gold mit schwarzen Abzeichen. Die Farbe "grullo"(dunkelbeige) weist ein Aalstrich und teilweise auch Zebrastreifen und Schattierungen auf. Weiße Abzeichen sind ungern gesehen und sind nur unterhalb des Karpal- bzw. Sprunggelenkes erlaubt. Die vorherrschende Farbe ist sorrel (fuchs, 30 %). Häufig sind auch die Farben bay (braun, 20 %) und chestnut (schweißfuchs, 10 %) sowie seltener Rappen und grey.
Zuchtgeschichte
Pferde waren auf dem amerikanischen Kontinent ausgestorben, bevor die Konquistadoren sie wieder importierten. Die Spanier und Portugiesen brachten Araber, Berber und andalusische Pferde ins heutige Mexiko. Mit den großen Siedlerströmen im 17. und 18. Jahrhundert trafen auch deren typische Pferderassen ein: Irische Ponys, englische Vollblüter, aber auch Percherons und andere.
Aus der Kombination dieser Rassen und den Abkömmlingen der spanischen Pferde entstand das American Quarter Horse, eine in Typ und Charakter unverwechselbare Pferderasse.
Der Name leitet sich von den Quarter Mile Races ab, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in den Städten der Südstaaten populär waren. Dabei handelte es sich um Rennen, bei denen einfach die Hauptstraße über eine etwa 440 yards (ca. 400 m) lange Strecke abgesperrt wurde und zwei Pferde gegeneinander antraten (Match Race).
Bei der Eroberung des Westens spielte das American Quarter Horse eine wesentliche Rolle. Nur die härtesten und leistungsfähigsten Tiere bestanden im täglichen Kampf ums Überleben. Sie waren unerlässliche Partner der Cowboys, zogen aber auch den Pflug des Farmers oder am Sonntag die Kutsche zur Kirche, um anschließend ausgespannt zu werden und ein Rennen zu laufen. Diese Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit wurde zu einem wesentlichen Merkmal, das die Rasse bis heute beibehalten hat.
Das klassische, muskulöse aber schnelle und wendige Quarter Horse wird heute als "stock type"bezeichnet. Seine spätere Spezialisierung hat zu mehr oder weniger deutlich davon abweichenden Typen geführt. Sie werden nach den entsprechenden Turnierdisziplinen des Westernreitens benannt. Der Halter-Typ ist gewissermaßen der Bodybuilder unter den Quarter-Horses, die ohnehin ausgeprägte Bemuskelung wird hier extrem. Pleasure-Pferde sind leichter, tendieren vom Typ her gelegentlich einen Tick Richtung Araber (Kopf). Rein auf Leistung und weniger auf Aussehen gezüchtet sind die Pferde für die Rinderarbeit, deren "Cow Sense" ihnen ermöglicht, nahezu selbständig mit Rindern zu arbeiten und Reining-Pferde, die relativ klein und leicht und dadurch extrem wendig sind. Eine spezielle Linie stellen die Renn-Quarter dar: noch heute sind die Rennen über Kurzstrecken die höchstdotierten in den USA. Hier wurde sehr stark Vollblut eingekreuzt, die einzige Einkreuzung, die auch heute noch erlaubt ist. Tiere aus solchen Kreuzungen werden in ein sogenanntes Appendix-Register des Zuchtbuchs eingetragen und können sich durch Turnier- oder Rennerfolge vollständige AQHA-Papiere verdienen.
Quelle: Wikipedia